Katzen impfen – meine persönlichen Erfahrungen & Tipps plus Checkliste
Ich bin keine Tierärztin, sondern einfach eine erfahrene Katzenhalterin – und genau deshalb möchte ich heute meine Gedanken zum Thema Katzen impfen teilen. Seit vielen Jahren lebt meine Katze Luna an meiner Seite, und das Thema Impfschutz begleitet uns schon seit vielen Jahren. Gerade für frisch gebackene Katzeneltern ist es oft schwer zu durchblicken, wann welche Impfung wirklich wichtig ist – und warum man Impfungen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
😺 Warum ich meine Katzen impfen lasse
Als Luna noch ein Kitten war, habe ich sie gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche impfen lassen – zwei Krankheiten, die besonders für junge Katzen gefährlich sein können. Später kam noch die Tollwutimpfung dazu, weil Luna teilweise Freigang hatte. Ich habe die Impfungen nie als „Pflichtprogramm“ gesehen, sondern als Schutz für mein Tier – vergleichbar mit einem Sicherheitsgurt im Auto.
Selbst bei Wohnungskatzen kann es sinnvoll sein, bestimmte Impfungen vorzunehmen. Krankheiten wie Katzenschnupfen können durch Kleidung, Schuhe oder Besuch von draußen eingeschleppt werden. Und wenn die Katze mal in eine Tierpension oder zum Tierarzt muss, ist ein Impfnachweis meist Pflicht.
📅 Der Impfplan – so behalte ich den Überblick
Am Anfang war ich ehrlich gesagt überfordert: 8. Woche, 12. Woche, 16. Woche? Ich hatte Angst, etwas zu verpassen. Zum Glück hat mir meine Tierärztin einen Impfplan mitgegeben, den ich in Lunas EU-Heimtierausweis übertragen habe. Zusätzlich erinnere ich mich mit einem Kalendereintrag an die nächsten Impfungen. So wird das Thema Katzen impfen zur Routine.
📝 Kleine Checkliste: Das solltest du zum Thema Katzenimpfung wissen
✅ Ab wann impfen?
Bereits ab der 8. Lebenswoche beginnt in der Regel die Grundimmunisierung. Die erste Impfung betrifft meist Katzenschnupfen (Herpes- und Caliciviren) und Katzenseuche (Panleukopenie).
✅ Wiederholungen sind wichtig
In der 12. und 16. Woche folgen meist Wiederholungsimpfungen derselben Wirkstoffe, um einen zuverlässigen Schutz aufzubauen. Ohne diese Auffrischungen bleibt der Impfschutz unvollständig.
✅ Tollwutimpfung
Empfohlen für Freigänger oder bei geplanten Auslandsreisen. Auch bei Reisen innerhalb Deutschlands kann sie in Tierpensionen oder Hotels Pflicht sein. Der früheste Zeitpunkt ist meist die 12. Lebenswoche.
✅ Leukose (FeLV) nur nach negativem Test
Die Leukose-Impfung ist sinnvoll für Katzen mit Kontakt zu Artgenossen. Vorher sollte aber ein Bluttest gemacht werden – nur bei negativem Ergebnis wird geimpft.
✅ Impfpass & Dokumentation
Lass jede Impfung in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eintragen. Bei einem Besitzerwechsel oder Tierarztbesuch ist das der wichtigste Nachweis.
✅ Regelmäßige Auffrischung
Je nach Impfung sind jährliche oder 3-jährliche Auffrischungen nötig. Katzenschnupfen wird häufig jährlich, Katzenseuche meist alle 3 Jahre geimpft.
✅ Gesundheitscheck & Entwurmung vor der Impfung
Nur gesunde Katzen dürfen geimpft werden. Eine Entwurmung etwa 10–14 Tage vorher ist sinnvoll, weil Parasiten das Immunsystem belasten können.
✅ Individuelle Beratung einholen
Nicht jede Katze braucht jede Impfung. Wohnungskatze oder Freigänger? Allein oder in Mehrkatzenhaltung? Sprich mit deinem Tierarzt über einen passenden Impfplan.
🐾 Wichtiger Hinweis für Katzenhalter:innen bei Adoption
Wenn du eine Katze adoptierst, achte darauf, dass sie mindestens 12 bis 13 Wochen alt ist. Erst dann ist die Grundimmunisierung normalerweise abgeschlossen – und du bekommst vom Züchter, Tierheim oder Vorbesitzer auch die entsprechenden Impfnachweise. Diese Impfunterlagen sind wichtig für dich und deinen Tierarzt – und ein Zeichen dafür, dass sich vorher jemand um die Gesundheit der Katze gekümmert hat. Außerdem kannst du sicher sein, dass deine Katze ein gesundes Sozialverhalten erlernt hat, wenn sie erst nach 3 Monaten von ihrer Katzenmama getrennt wurde. Andere Faktoren sind bei der Adoption einer Katze natürlich auch noch wichtig, dazu später in einem anderen Artikel von mehr.
Ich finde, kein Kitten sollte ohne Impfschutz weitergegeben werden – das ist nicht nur verantwortungslos, sondern kann auch gefährlich sein.
🧠 Mein Fazit: Katzen impfen? Ja – aber mit Verstand
Ich impfe meine Katze, weil ich sie schützen will. Ich lasse mich beraten, frage nach – und treffe dann eine Entscheidung, die zu Luna und unserem Leben passt. Katzen impfen bedeutet für mich: Verantwortung übernehmen. Nicht alles machen, was geht, aber auch nichts riskieren, was vermeidbar wäre.
Wenn du unsicher bist, was bei deiner Katze sinnvoll ist: Sprich mit deiner Tierarztpraxis. Und wenn du – wie ich – manchmal nervöser bist als deine Katze vor dem Piekser: Du bist nicht allein. 😺



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